Kiefergelenksprechstunde

Die Abteilung für Zahnärztliche Prothetik, Alterszahnmedizin und Funktionslehre der Charité – Universitätsmedizin Berlin bietet eine Funktions- und Schmerzsprechstunde an, die auch Kiefergelenkssprechstunde genannt wird.

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Wie funktioniert das Kiefergelenk?

Um Ihren Unterkiefer bewegen zu können, besitzen Sie rechts und links ein Kiefergelenk, die über den Unterkiefer miteinander verbunden sind.

Die Kiefergelenke bestehen aus

  • einem knorpelüberzogenen Gelenkköpfchen,
  • einer ebenfalls knorpelüberzogenen Gelenkgrube,
  • der faserknorpeligen Zwischengelenkscheibe, die auch als Diskus bezeichnet wird, sowie
  • den weichgewebigen Strukturen wie dem Bandapparat, Gefäßen und Nerven.

Wenn Sie den Mund öffnen, gleitet das Gelenkköpfchen zusammen mit dem Diskus, der im Normalfall fest mit dem Gelenkköpfchen verbunden ist nach vorne und unten. Bei allen Bewegungen, die Sie mit dem Unterkiefer ausführen, sind die Kiefergelenke und die Kaumuskulatur aktiv.

Ihre Kiefergelenke nehmen Sie erst dann wahr, wenn Störungen, Schmerzen oder Geräusche auftreten oder wenn die Kiefergelenkfunktion gestört ist.

Sogenannte Temporomandibuläre Dysfunktionen (TMD), auch Myoarthropathien genannt, sind eine Gruppe von Erkrankungen, die Kopf- und Gesichtsschmerzen verursachen können. Prinzipiell können diese in

  • muskulärbedingte Schmerzen (Myopathien),
  • gelenkbedingte Schmerzen (Arthropathien),
  • nervenbedingte Schmerzen (Neuropathien) sowie in
  • Schmerzen, die durch Zähne oder Zahnhalteapparat bedingt sind,

unterteilt werden, die jedoch auch zusammen auftreten können.

Symptome einer Temporomandibulären Dysfunktion können plötzlich oder schleichend auftretende Schmerzen in

  • den Zähnen,
  • den Kiefern,
  • den Kaumuskeln,
  • im Gesicht,
  • den Kiefergelenken oder
  • den Ohren sein.

Ebenso können Kopfschmerzen oder Schmerzen im Bereich der Halswirbelsäule hiermit zusammenhängen. Auch ein Knacken, Reiben oder "Verhaken" der Kiefergelenke sowie eine eingeschränkte Mundöffnung oder Schwierigkeiten beim Kauen können bei Temporomandibulären Dysfunktionen auftreten.

Geringfügige Störungen der Funktion des Kauapparates beobachtet man bei sehr vielen Menschen. Die meisten Störungen sind eher unbedeutend, manchmal auch vorübergehend und können oft nur vom Zahnarzt oder Arzt wahrgenommen werden. Diese müssen meist nicht behandelt werden: Nur rund 5 bis 10 % der Menschen haben Beschwerden, die eine zahnärztliche und/oder ärztliche Behandlung erfordern. Frauen sind dabei übrigens wesentlich häufiger betroffen (ca. 80 %). Die Ursachen für diese Verteilung sind allerdings noch wenig erforscht.

Temporomandibuläre Dysfunktionen sind sehr selten durch einzelne Ursachen gekennzeichnet. Vielmehr scheinen bei der Entstehung viele Faktoren zusammenzuwirken, die zu ergründen allerdings meist sehr schwierig ist.

Dazu gehören

  • seelische und körperliche Belastungen,
  • Fehlhaltungen,
  • Allgemeinerkrankungen,
  • Pressen oder Knirschen mit den Zähnen und mitunter, weitaus seltener als oftmals angenommen,
  • bestimmte Störungen des Zusammenbisses.

Daneben gibt es chronische Schmerzzustände, die über Monate oder Jahre bestehen können und deren Ursache deswegen nicht mehr bestimmt werden kann. Das bedeutet nicht, dass die Schmerzen "eingebildet" sind!

Copyright: Dr. Markus Fussenegger

Welche Erkrankungen des Kiefergelenks gibt es?

Geräusche des Kiefergelenks

Kiefergelenkgeräusche wie Knacken oder Reiben treten meist beim Kauen oder bei der Mundöffnung auf. Bei manchen Menschen können sie so laut werden, dass sie von anderen Menschen wahrgenommen werden können. Der Zahnarzt tastet oder hört die Gelenkbereiche ab, um auch leise Geräusche erkennen zu können und richtig zu deuten. Schmerzfreie Gelenkgeräusche sind in der Regel allerdings nicht behandlungsbedürftig.

Schmerzen des Kiefergelenks

Im Kiefer-/Gesichtsbereich werden Schmerzen von vielen Menschen als besonders unangenehm empfunden, da diese oftmals sehr stark gefühlsmäßig beeinflusst sind. Zudem liegen in diesem Bereich viele Strukturen (Muskeln, Kiefergelenke, Zähne, Nerven, Kieferhöhlen usw.) nahe beieinander, die als Schmerzursache infrage kommen können.

Die Schmerzen strahlen nach einer gewissen Zeit häufig aus, das heißt, sie sind nach kurzer Zeit für Sie nicht mehr genau zu lokalisieren. Schmerzen in der Gelenkregion oder im Bereich der Wangen können darauf hindeuten, dass eine schädigende Ursache vorhanden ist.

Wichtigste Aufgabe der Funktions- und Schmerzsprechstunde ist es daher, präzise zu ermitteln, ob Strukturen geschädigt sind. Bei lange bestehenden, chronischen Schmerzen kann es aber sein, dass keine Ursache mehr zu erkennen ist, die für die Schmerzen verantwortlich sein könnte.

Neuropathien

Unter Neuropathien werden Erkrankungen des Nervensystems verstanden. Schmerzen können dabei episodisch, das heißt anfallsweise auftreten. Eine typische Erkrankung ist z.B. die Trigeminusneuralgie.

Sie können aber auch dauernd vorhanden sein, was beispielsweise nach Nervenschädigungen, aufgrund von Viruserkrankungen oder auch Unfällen, und Ähnlichem auftreten kann. Bei Neuropathien muss in jedem Fall individuell entschieden werden, ob ein Neurologe in die Behandlung miteinbezogen werden muss.

Das bedeutet jedoch nicht, dass Ihre Schmerzen "eingebildet" sind!

Myopathien

Unter Myopathien versteht man akute und chronische Erkrankungen der Muskulatur. Dabei kann sowohl die Kaumuskulatur, also die Muskeln, mit denen der Unterkiefer bewegt wird, als auch die Nacken- und Schultermuskulatur für Schmerzen im Gesichtsbereich verantwortlich sein. Je rascher diese behandelt werden, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit einer schnellen Besserung.

Arthropathien

Arthropathien sind eine Gruppe von Störungen, die das Kiefergelenk betreffen. Dazu gehören zum Beispiel Lageveränderungen der Zwischengelenkscheibe, Gelenkentzündungen, Gelenkarthrosen. Sie können auf das Kiefergelenk beschränkt sein oder auch Teil einer allgemeinmedizinischen Erkrankung, etwa einer rheumatischen Erkrankung, sein. In letzterem Fall ist eine gemeinsame Therapie mit dem behandelnden Arzt erforderlich.

Copyright: Dr. Markus Fussnegger

Wie erhalte ich einen Termin in der Kieferglenksprechstunde?

Sie können von Montag bis Freitag von 09:00 bis 16:00 Uhr auch ohne Terminvereinbarung in die prothetische Aufnahme kommen. Dort findet ein erstes beratendes Gespräch statt. Sollte eine Funktionsdiagnostik in der Funktions- und Schmerzsprechstunde angezeigt sein, werden Sie über die entstehenden Kosten aufgeklärt.

Sie erhalten einen privaten Kostenplan sowie einen Schmerzfragebogen. Diese senden Sie uns dann zurück. Die Adresse wird Ihnen in den Unterlagen genannt. Sobald diese Formulare unterschrieben bzw. ausgefüllt bei uns vorliegen, werden Sie von einer Mitarbeiterin der Sprechstunde telefonisch zur Terminvereinbarung kontaktiert.

Bitte haben Sie Verständnis, dass aufgrund der hohen Nachfrage in dieser Sprechstunde selten ein zeitnaher Termin möglich ist.

Sollten schon

  • Röntgenaufnahmen,
  • Computertomographie, kurz: CT,
  • Magnetresonanztomographie, kurz: MRT, oder
  • Ähnliches

angefertigt worden sein, bringen Sie diese bitte zu diesem Termin mit. Gleiches gilt für Unterlagen von bereits erfolgten Untersuchungen bei anderen Ärzten und Zahnärzten.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Eine umfassende Untersuchung in Form einer sogenannten klinischen oder ggf. auch instrumentellen Funktionsanalyse, wie sie in der Funktions- und Schmerzsprechstunde stattfindet, wird von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezuschusst.

Die Kosten müssen infolgedessen vom Patienten / von der Patientin übernommen werden.

Selbstverständlich werden Sie von uns zuvor einen Aufstellung der voraussichtlichen Kosten der Untersuchung wie auch der Therapie bekommen: einen Kostenplan. Wir werden Sie genau informieren!

Was kann ich bis zum Termin in der Sprechstunde tun?

Selbstbeobachtung

Der erste wichtige Schritt besteht darin, dass Sie sich über die tageszeitlichen Zusammenhänge zwischen Auftreten der Schmerzen und eventuell bestehender Fehlfunktionen der Muskulatur der Kopf-Hals-Region bewusst werden. Diese laufen oftmals im Unterbewusstsein ab. Darum sollten Sie sich mittels Merkhilfen wie roter Punkte an Orten verstärkter Konzentration und/oder Anspannung daran erinnern, was Sie in diesem Moment mit

  • Ihren Zähnen,
  • Ihren Lippen,
  • Ihren Wangen oder
  • Ihrer Zunge tun.

Ein über mehrere Tage oder Wochen geführtes Protokoll über diese Zusammenhänge kann Ihnen und Ihrem Therapeuten wichtige Hinweise auf Ursachen Ihrer Erkrankung und Ihrer Schmerzen liefern.

Schonkost – Einschränken der Mundöffnung

Eine weitere wichtige Selbsthilfe bei Temporomandibulären Dysfunktionen kann darin bestehen, vorübergehend alle harten und zähen Speisen wie

  • Äpfel, Karotten oder Brotkrusten sowie Fleisch zu meiden.

Stattdessen sollten Sie weiche und flüssige Speisen wie

  • Eintöpfe, Suppen, Nudelgerichte, Milchprodukte, Bananen usw. bevorzugen.

Bedenken Sie bitte: Sie sollten nach derartigen Nahrungsmitteln Ihre Zähne besonders gründlich putzen, da sie gut an den Zähnen haften und die Entstehung von Zahnbelägen und damit Karies und Zahnfleischentzündungen begünstigen.

Außerdem sollten Sie langes Sprechen und weite Mundöffnungen, beispielsweise beim Gähnen, unbedingt vermeiden. Kaugummikauen sollte unbedingt vermieden werden.

Selbstmassagen und Muskelübungen

Muskelübungen sowie Selbstmassagen, die Sie eventuell schon von Ihrem Zahnarzt verschrieben bekommen haben und durch einen Physiotherapeuten angeleitet werden, sind oft sehr hilfreich. Sie können

  • verspannte Kaumuskeln lockern,
  • diese wieder gleichmäßig aktivieren und
  • dabei helfen, die normale Funktion von Muskeln und Kiefergelenken wiederherzustellen.

Entspannung sollte immer ohne Zahnkontakt erfolgen: Bei der normalen Unterkieferhaltung haben die Zähne keinen Kontakt, die Zunge liegt locker am Mundboden und die Lippen sind leicht aneinandergelegt. Versuchen Sie sich auch bei konzentrierter Arbeit bewusst zu entspannen.

Darüber hinaus tut Wärme im Bereich der Wangen bzw. der Kiefergelenke oftmals gut. Aber Vorsicht: Nicht auf Sie abgestimmte oder falsch ausgeführte Muskelübungen können den Zustand allerdings auch verschlimmern!

Stressabbau

Beruflicher Stress wie Termindruck, Überstunden, aber auch zwischenmenschliche Probleme im Beruf wie zu Hause können maßgeblich zur Entstehung von Temporomandibulären Dysfunktionen beitragen. Entspannungstechniken wie

  • autogenes Training,
  • progressive Muskelrelaxation nach Jacobsen oder
  • Atemtechniken,

aber auch Stressbewältigungsverfahren können oftmals notwendig sein, um eine langfristige Verbesserung des Zustandes zu erreichen.

Zudem kann normale Bewegung wie

  • Spazierengehen,
  • Schwimmen,
  • Radfahren bzw.
  • jede sportliche Betätigung

zum Stressabbau beitragen.

Was passiert beim ersten Termin?

Zur Diagnostik von Temporomandibulären Dysfunktionen gehört zuallererst eine ausführliche Anamnese bzw. die Erfassung der Vorgeschichte aller Beschwerden. Das umfasst Fragen wie:

  • Seit wann besteht die Problematik?
  • Wie hat es angefangen?
  • Welche Begleitumstände gab es?
  • Wo ist die Problematik?
  • Wie stark sind eventuelle Schmerzen?
  • Was beeinflusst die Problematik?

Untersuchung

Danach erfolgt eine umfangreiche Untersuchung

  • der Kaumuskeln,
  • der Kiefergelenke,
  • der Zähne und
  • der Weichgewebe.

Zudem erfolgt eine orientierende Untersuchung

  • der Hals-, Nacken- und Schultermuskulatur,
  • der Halswirbelsäule und
  • der wichtigsten Gesichtsnerven.

Falls erforderlich, werden weitere Diagnoseverfahren durchgeführt:

Bei Bedarf wird ein Röntgenbild erstellt

Sollte sich während der klinischen Untersuchung ein Verdacht auf eine Veränderung an den Kiefergelenken ergeben, können Röntgenaufnahmen der Kiefergelenke erforderlich werden. Wenn Ihr Hauszahnarzt schon entsprechende Röntgenaufnahmen gemacht hat, sollten Sie diese zur Kiefergelenksprechstunde unbedingt mitbringen.

Kernspinntomopgraphie

Hierbei handelt es sich um ein bildgebendes Verfahren ohne Röntgenstrahlen zur Darstellung der weichgewebigen Anteile der Kiefergelenke, insbesondere der Lage der Zwischengelenkscheibe. Da dies sowohl für den Patienten als auch aus Kostengründen einen erheblichen Aufwand darstellt, wird dieses Verfahren nur in speziellen, besonders begründeten Fällen angewendet.

Diagnostische Lokalanästhesie

Zur genauen Unterscheidung zwischen verschiedenen Schmerzursachen können diagnostische, lokale Betäubungen

  • von Zähnen, aber auch
  • Muskeln,
  • Kiefergelenken oder
  • Nerven nötig sein.

Wie therapiert man Kiefergelenks- und Gesichtsschmerzen?

Aufklärung

In der Funktions- und Schmerzsprechstunde wird zunächst eine vorläufige Diagnose gestellt, auf der die Therapievorschläge basieren. Hierüber werden wir Sie ausführlich aufklären. Sollte es für die weitere Diagnostik erforderlich sein, werden wir uns mit

  • Ihrem Hauszahnarzt,
  • Ihrem Hausarzt oder
  • einem entsprechenden Spezialisten in Verbindung setzen.

Anleitung zur Selbstbeobachtung

In den meisten Fällen ist es sowohl für den Therapeuten als auch für den Patienten wichtig, ob ein Zusammenhang zwischen den Schmerzen und anderen Ereignissen oder Vorgängen existiert. Dazu sollten Sie unter anderem Folgendes an sich selbst beobachten:

  • Knirschen Sie mit den Zähnen?
  • Pressen Sie die Zähne aufeinander?
  • Pressen Sie die Zunge an den Gaumen oder an die Zähne?
  • Beißen Sie öfters auf die Lippen oder die Wangen?
  • Werden die Schmerzen durch bestimmte Ereignisse, Bewegungen, Düfte, Speisen oder Getränke oder auch seelische Belastungen verstärkt?

Physiotherapie

In Abhängigkeit von der Diagnose kann eine physiotherapeutische Behandlung sinnvoll sein. Hierzu gehören spezielle Übungen, Dehnungen und auch Massagen für den Halswirbelsäulen-, Kopf- und Kieferbereich. Zur unterstützenden Begleittherapie und zur Linderung akuter Beschwerden können auch physikalische Therapieformen wie Wärme- oder Kälteanwendungen sowie Elektrotherapie zum Einsatz kommen. Dafür muss ein speziell ausgebildeter Physiotherapeut bzw. eine Physiotherapeutin hinzugezogen werden, der oder die den Bereich der Kiefergelenke und der Kaumuskulatur mitbehandeln kann.

Medikamente

Niemand nimmt gern Medikamente ein! Darüber hinaus sind Medikamente allein nur in wenigen Fällen ausreichend für die Therapie. Aber: In einer akuten Schmerzphase können z.B. Schmerzmittel mit entzündungshemmender oder muskelentspannender Wirkung sehr hilfreich sein, in dem sie eine weitere Therapie erst ermöglichen.

Des Weiteren wird mit einer medikamentösen Schmerztherapie versucht, eine Chronifizierung eines Schmerzzustandes zu vermindern. Wenn Sie unter Schlafstörungen leiden, kann es – neben anderen Maßnahmen – auch sinnvoll sein, diesen durch Medikamente vorübergehend zu verbessern. Jede weiterführende medikamentöse Behandlung werden wir aber immer mit Ihrem Hausarzt besprechen. Dies gilt auch, wenn Sie unter einer rheumatischen Grunderkrankung leiden.

Schienentherapie

Bei einer Schienentherapie wird eine Kunststoffschiene aus klarem, durchsichtigem Kunststoff auf die Zähne im Ober- oder Unterkiefer gesetzt. Sie hat dabei mehrere Wirkungen:

  • Sie soll die Kaumuskulatur entspannen,
  • die Stellung der Kiefergelenke günstig beeinflussen,
  • die Wahrnehmung der "Knirschproblematik" verbessern und zu einer Entlastung des Kausystems führen,
  • eventuelle Zahnfehlkontakte ausgleichen und letztlich auch
  • die Abnutzung der Zähne durch das Knirschen vermindern.

Je nach Schienentyp, -funktion und Aufwand bei der Herstellung übernimmt die Krankenkasse die Kosten hierfür, beziehungsweise Sie müssen die Kosten dafür selbst übernehmen.

Psychologische Mitbehandlung

Jede chronische, körperliche Erkrankung zieht natürlicherweise Veränderungen des seelischen Empfindens nach sich. Umgekehrt können auch seelische und emotionale Belastungen Temporomandibuläre Dysfunktionen verstärken, wahrscheinlich sogar mit hervorrufen

Derartige Störungen müssen mittherapiert werden, da diese oftmals Schmerzen aufrechterhalten können und die Therapie erschweren. Sie liegen außerdem oftmals Schlafstörungen zugrunde, die eine nächtliche Erholung verhindern und damit einer schnellen Genesung im Wege stehen. Aus diesem Grund kann – neben Entspannungstechniken – eine psychologische Begleittherapie notwendig sein.

Interdisziplinäre Behandlung

Bei sehr lange bestehenden Schmerzen ist aufgrund der komplexen Zusammenhänge nahezu immer eine Zusammenarbeit verschiedener Therapeuten notwendig. Hierzu gehören neben Ihrem Hauszahnarzt und Hausarzt beispielsweise

  • Physiotherapeuten,
  • Schmerztherapeuten,
  • Neurologen,
  • Orthopäden,
  • HNO-Ärzte und
  • Psychologen.

Sollten Sie schon bei einem oder mehreren Spezialisten in Behandlung sein, setzen wir uns gern mit diesen in Verbindung. Ansonsten arbeiten wir mit den entsprechenden Abteilungen innerhalb des Instituts für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde zusammen.